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Gema killt Kultur und Existenzen?

October 7, 2012

Abb.: Collage aus Internetbildern und Wake News

Hier ein Bericht über die Reaktionen der etablierten Gesellschaftsvertreter zu der Tanzenden Demonstration mit Interview der IG Musikkultur:
https://musicwakenews.wordpress.com/2012/10/08/lorrach-in-not-jugend-erschuttert-die-oberen-wake-news-radio-tv/

Die neue GEMA Gebühren-Struktur bringt viele Clubs, Diskotheken, Musikveranstalter in existenzielle Bedrohung.

Presse-Info der IG-Musikkultur:
Die GEMA, die 1903 mit dem Ziel angetreten ist, für mehr Gerechtigkeit im Kulturbetrieb zu sorgen, hat sich heute zu einem von einer kleinen Elite gesteuerten Instrument entwickelt, das den deutschen Musikmarkt kontrolliert. Diese Kontroll-Elite, die sich lediglich aus ca. 3.200 hochkarätigen Künstlern von insgesamt 64.000 Mitgliedern unterschiedlichster Bekanntheitsgrade zusammensetzt, scheint mit ihrer Sichtweise nie über den eigenen Kontoauszug hinauszugehen.

Tatsächlich hat die GEMA mit enormer Zielstrebigkeit ihr ursprüngliches Gründungsideal ins Gegenteil verkehrt. Als heutiges GEMA-Mitglied bekommt der Künstler erst einmal gar nichts, sondern zahlt kräftig drauf. Von jeder CD oder jedem Download gehen dabei 14,7 % (Prozent) an die GEMA.

Verlierer dabei sind Künstler wie die Käufer gleichermassen.

Bietet ein Künstler mit Mitgliedschaft in der GEMA seine eigenen Werke z.B. über das Internet zum kostenlosen Download an, muss er mit einer Nachforderung der GEMA rechnen, wobei sich die Gebühren bei den grossen Labels nach der Anzahl der verkauften CDs richtet Hingegen werden die kleinen Labels für jede einzeln “hergestellte” Kopie herangezogen. Dies erscheint in höchstem Masse ungerecht! Mittlerweile stellt sich die Situation so dar, dass die GEMA ihre Position nicht nutzt um eine Deeskalation in der festgefahrenen Diskussion um das Urheberrecht zu erreichen, sondern sie nutzt ihre Möglichkeiten um weiter zu provozieren. Abgesehen von den nicht zu übersehenden Ungerechtigkeiten in ihrer Geschäftsstruktur, versucht die GEMA das Verwenden, Modifizieren und das Weitergeben von Werken, welche für die weltweite Gesellschaft gemacht wurden, permanent zu behindern. Derart werden die Künstler nicht nur in ihrer Entwicklung behindert, sondern auch die heutige Generation kriminalisiert. Derzeit will die GEMA die Tarife für kulturelle Veranstaltungen verändern und spricht ihrerseits von einer Vereinfachung der Tarifstruktur. Was die GEMA unter dem Gesichtspunkt Vereinfachung kommuniziert, bedeutet für viele Clubs, Künstler und andere Veranstalter in erster Linie extreme Gebührenerhöhungen, so dass es für sie schier nicht mehr möglich sein wird unter diesen schlechten Voraussetzungen weiter zu existieren. Bundesweit werden beliebte kulturelle Veranstaltungen wegbrechen und neue werden erst gar keine Chance haben sich zu platzieren. Uns allen wird in naher Zukunft eine immer unattraktivere und überteuerte Kulturlandschaft geboten und macht letztendlich auch für den Tourismus den Standort Deutschland als Urlaubsziel uninteressanter!

Die GEMA “verkauft” ihre neue Tarifstruktur als einfacher und erzählt, dass die neue Tarifstruktur zu deutlichen Vergünstigungen führe. Sie verschweigt aber, dass die Vergünstigungen lediglich einige wenige Veranstaltungen mit Eintrittsgeld zwischen 2 bis 8 Euro betreffen. Für die meisten Musiknutzer bringt die Tarifstruktur hingegen Erhöhungen von mehreren hundert bis zu über tausend Prozent mit sich.
Beispielrechnung:
Bei durchschnittlich zehn Veranstaltungen pro Monat in einer mittelgrossen Diskothek mit 2 Dancefloors von z.B. 410 und 310 qm bei einem Eintrittsgeld von 8 Euro erhöhen sich die GEMA-Gebühren (inkl. aller Zuschläge) von 21.553 Euro netto/Jahr auf 147.916 Euro netto/Jahr, das sind + 686 % (Prozent)!

Weitere Tarifänderungen führen zum Wegfall von Nachlässen (z.B. Jahrespauschalvertrag), sowie zu weiteren Zuschlägen. So erhöhen sich die oben genannten Veranstaltungen um weitere 50 % (Prozent), wenn Musik länger als 5 Stunden gespielt wird. Die GEMA-Gebühren für eine Abendveranstaltung mit Musik, die um 19:30 Uhr beginnt, würde sich dann ab 0:30 Uhr nochmals deutlich verteuern. Diskotheken, deren Veranstaltungen in der Regel von 22 Uhr bis 5 Uhr morgens laufen, sind besonders betroffen. Ihnen drohen Erhöhungen von durchschnittlich 400 % (Prozent) (6 Euro Eintritt, 200 qm Fläche) bis zu 1400 % (Prozent) (15 Euro Eintritt, 500 qm Fläche).

Unter solchen Bedingungen können viele Clubs und andere Veranstalter dicht machen!

Hier ein Beispiel eines Betroffenen:   Interview mit Tom, einem Diskotheken/Club – Besitzer aus Schopfheim:

So wird der Gebühren-Wucher der GEMA zuschlagen:

Links:
https://vimeo.com/51846652

http://pressemitteilung.ws/node/413221

Presseinfo der IG-Musikkultur (pdf)
WN Presse-Info Okt 2012 GEMA Gebühren Wucher

http://www.schuettelbunker.de/index1.php

Pressemitteilungen: (pdf)

WN Presse-Info Okt 2012 Demo 03.10.2012 Lörrach

WN Presse-Info Okt 2012 Parteien kritisieren Tanzende Demo Lörrach

IG Musikkultur, hier können Musikveranstalter, Musikproduzenten, Clubs, DJs usw. Mitglied werden:
http://ig-musikkultur.de/about-2/

https://musicwakenews.wordpress.com/2012/10/03/tanzend-demonstrieren-in-lorrach-ein-voller-erfolg/

https://musicwakenews.wordpress.com/2012/09/26/musikkultur-parade-wir-brauchen-platz-zum-tanzen/

hier ein interessanter Podcast zum Thema Gebühren-Wucher der GEMA mit dem Beauftragten für Urheberrecht der Piratenpartei:
http://archive.org/details/142-DieGema-BrunoGertKrammErklrtUnsAlleFiesenDetails-EsWird

Piratenpartei Lörrach
http://wiki.piratenpartei.de/BW:Stammtisch_L%C3%B6rrach

Kritische Hintergründe zu der neuen GEMA Gebühren Regelung, speziell auch für die Techno-Szene:

http://technostudie.org/

http://kultur-retten.de/

Hier könnt ihr euch beschweren: Bundestagsabgeordneter für den Landkreis Lörrach/Südbaden, Armin Schuster: (man achte darauf, er sitzt mit seiner Webadresse bereits in der EU!!!)
http://www.armin-schuster.eu/

Die offizielle Seite der GEMA:
https://www.gema.de/

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From → NEWS

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